ImmobilienScout24.de
Sie sind hier: Recht

Mängelbeseitigungskosten

Rückforderung des Vorschusses auf die Mängelbeseitigungskosten

 
(ip/RVR) Der BGH entschied über die Möglichkeiten der Rückforderung eines Mängelbeseitigungsvorschusses. Hintergrund war ein im Jahr 1993 geschlossener Bauvertrag, wonach die Klägerin der Beklagten ein Wohnhaus mit Garage errichtete.
In einem Vorverfahren erhielt die Beklagte von der Klägerin, aufgrund gerichtlichen Urteils, am 30.07.2004 einen Mängelbeseitigungskostenvorschuss von insgesamt circa 42.700,00 EUR. Die Beklagte beauftragte am 05.04.2005 "einen Architekten mit der Planung und Durchführung der Mängelbeseitigungsarbeiten." Die Arbeiten waren Anfang April 2008 noch nicht abgeschlossen, sowie der Vorschuss lediglich circa in Höhe von 30.800,00 EUR verbraucht. Aufgrund dessen fordert die Klägerin die Rückzahlung des Vorschusses nebst Zinsen. Der Beklagte verfolgte die Klageabweisung.
Der BGH gab der Revision des Beklagten statt und führte zur Aufhebung des Berufungsurteils, soweit der Auftraggeber zur Rückzahlung verurteilt wurde. Weiterlesen Weiterlesen

Maklerhaftung bei fehlender Bonitätsprüfung?

Versäumt es ein Makler, einen Miet- oder Kaufinteressenten auf dessen Zahlungsfähigkeit zu prüfen, muss er unter Umständen für den Mietausfall oder Rückabwicklungskosten haften

Logo
© by DEMDA Deutsche Mieter Datenbank KG

Vermieter und Eigentümer können bei Zahlungsunfähigkeit von Mietern oder Käufern unter Umständen ihren Makler in Haftung nehmen, wenn dieser keine Bonitätsprüfung des Interessenten durchgeführt hat. Darauf weist die DEMDA Deutsche Mieter Datenbank KG hin und nimmt damit Bezug auf ein aktuelles Verfahren vor dem Landgericht Bremen. Weiterlesen Weiterlesen

Keine doppelte Toleranzgrenze bei falschen Wohnflächen

Bundesgerichtshof gibt Mietern Recht

Nachrechnen macht Sinn
© by Andreas Morlok / PIXELIO
(dmb) „Es kann keine doppelte Toleranzgrenze bei falschen Wohnflächenangaben geben. Deshalb ist das Urteil richtig. Der Bundesgerichtshof bestätigt seine bisherige, langjährige Rechtsprechung. Ist die gemietete Wohnung tatsächlich über zehn Prozent kleiner, als im Mietvertrag angegeben, hat die Wohnung einen Mangel. Auch ‚ca.-Angaben’ im Mietvertrag rechtfertigen nicht Abweichungen von weiteren fünf Prozent“, kommentierte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die heutige Entscheidung des Bundesgerichtshof (BGH VIII ZR 144/09).

Ein Aachener Vermieter hatte im Mietvertrag die Wohnfläche mit „ca. 100 Quadratmeter“ angegeben. Tatsächlich war die Wohnung nur 83,19 Quadratmeter groß. Das Landgericht wollte bei der vereinbarten Wohnfläche Abweichungen von plus/minus fünf Prozent akzeptieren und die berechtigte Mietminderung auf Grundlage einer Wohnflächendifferenz von 95 Quadratmetern zu 83,19 Quadratmetern berechnen. Weiterlesen Weiterlesen

Mieteranspruch auf Mängelbeseitigung verjährt nicht

Mieterbund nennt BGH-Urteil „wegweisend“

Keine Verjährung bei Mängeln
© by HHS / Pixelio
(dmb) Als „wegweisendes Grundsatzurteil“ bezeichnete der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die heutige Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH VIII ZR 104/09).

Der Bundesgerichtshof hatte erklärt, dass Mieteransprüche auf Mängelbeseitigung auf dauernde Leistung gerichtete Erfüllungsansprüche sind, die grundsätzlich nicht verjähren. Damit gaben die Karlsruher Richter einer Mieterin Recht, die auf Verbesserung des Trittschallschutzes und Minderung der Installationsgeräusche des WC in der über ihr liegenden, im Jahr 1990 ausgebauten Dachgeschosswohnung klagte. Zunächst hatte die Mieterin ihren Anspruch 2002 erhoben, verfolgte ihn nach einem Mieterwechsel in der Dachgeschosswohnung aber zunächst nicht weiter. Ende 2006 griff sie ihren Mängelbeseitigungsanspruch wieder auf. Weiterlesen Weiterlesen

Immobilien finden