Autor: Andreas Böhm
15. April 2008
Endlich Leben am Berliner Hauptbahnhof
Im Norden des Hauptbahnhofs soll ein vielfältiges "Metropolis" enststehen
Metropolis im Norden des Berliner Hauptbahnhofes
© by Vivico Real Estate
(ImmobilienScout24) Die Ankunft mit der Deutschen Bahn in der deutschen Hauptstadt war in den vergangenen Jahren alles andere als glamourös. Der kostenintensive und von Skandalen begleitete Neubau des Lehrter Bahnhofes, jetzt Hauptbahnhof, lenkte viel Interesse auf die gute alte Eisenbahn in Berlin. Doch kommt das Verlassen des Bahnhofes dem Beitritt zur Fremdenlegion gleich, man fühlt sich von einer öden Wüste umgeben, wie eine Fata Morgana in der Ferne flattern die schwarz-rot-goldenen Fahnen auf dem Reichstag. Das soll sich nach dem Willen der Stadtentwicklung ändern.
Die Gewinner der Ausschreibung für das neue Stadtquartier verkündete der Vorsitzende des Preisgerichtes Carl Fingerhuth: Das niederländische Büro KCAP/ASTOC hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Büro Studio Urban Catalyst das Rennen für sich entschieden. Es wurde die unverwechselbare Identität gelobt, die Anwohner sollen in die Planung mit einbezogen werden, gesprochen wird von ökologischen Aspekten und einem sozial ausgewogenen Stadtviertel.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sieht im Quartier im Norden einen Gegenpunkt zum kommerziellen Lehrter Stadtquartier im Süden. Es wird gesprochen von einem "Kunstcampus" am Hamburger Bahnhof und von "unverwechselbarer Identität".
Eigentümer in dem Areal sind zahlreich, neben der Deutschen Bahn hält die Vivico Real Estate den Großteil und ist am Baubeginn bereits stark interessiert. Darüberhinaus zählen Vivicos Flächen zu den attraktivsten, direkt am Wasser gelegen liegt hier großes Potential entlang der Heidestraße.