ImmobilienScout24.de
Sie sind hier: Rund um die Immobilie » Artikelansicht
Archiv
Januar
Februar 2012

MoDiMiDoFrSaSo
30310102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
27282901020304
05060708091011
RSS-Feed
Twitter
  • Bild: Follow me on Twitter
Autor: Andreas Böhm
01. Juli 2008

Ab heute gilt der Energieausweis

Der Energieausweis zeigt: Sparhaus oder Energieschleuder

Ab heute gilt der Energieausweis
Der neue Energieausweis sorgt für mehr Transparenz beim Immobilienerwerb
© by LBS
Seit Juli 2008 müssen Eigentümer gebrauchter Immobilien den neuen Energieausweis bei Vermietung oder Verkauf auf Verlangen vorlegen. So können sich künftige Bewohner informieren, ob es sich beim ersehnten Traumhaus um einen „Energiesparer“ oder eine „Energieschleuder“ handelt. Im zweiten Fall ist Rat vom Fachmann gefragt. Dieser schnürt ein passgenaues Modernisierungspaket und schätzt die Kosten. „Für diese sollten die neuen Eigentümer von vornherein ein finanzielles Polster einplanen“, empfehlen die Experten der Landesbausparkassen (LBS).

Für Häuser bis Baujahr 1965 gilt die Ausweispflicht ab sofort. Für später errichtete Gebäude greift sie ab Januar 2009. Der Energieausweis wird nur für ganze Gebäude erstellt, nicht für einzelne Wohnungen. Es gibt zwei Varianten: Beim bedarfsorientierten Ausweis wird der rechnerische Energiebedarf anhand des Gebäudezustands ermittelt, der verbrauchsorientierte hält den tatsächlichen Energieverbrauch fest. Grundsätzlich können Hausbesitzer frei wählen. Pflicht ist der bedarfsorientierte Ausweis nur für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1977 errichtet und nicht modernisiert wurden.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet Käufer älterer Häuser schon seit 2002 zu energetischen Nachrüstungen bei Heizung und Dämmung. Meist sind aber weitere Maßnahmen nötig, um den Energieverbrauch deutlich zu senken. Im Zweifel hilft ein Fachmann. Der kennt die Schwachstellen und weiß, welche Maßnahmen möglich und sinnvoll sind.

Ungedämmte Außenwände und Fenster – in den 1920er Jahren gab es praktisch keinen Wärmeschutz. Bis in die 1950er und 1960er Jahre finden sich häufig ungedämmte Sattel- oder Flachdächer und Balkonplatten. Doppelverglasung und wärmedämmende Materialien sorgen erst seit Baujahr 1980 für einen zeitgemäßeren Energiezustand.

"Käufer von älteren Immobilien sollten Modernisierungskosten bei der Finanzierung unbedingt einkalkulieren", raten die LBS-Experten. Mit einem Bausparvertrag lässt sich das Kapital für Erwerb und Modernisierung gezielt ansparen.

Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Energieausweis bei ImmobilienScout24
6988 Views
Druckansicht | PDF-Version



Immobilien finden