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Autor: Andreas Böhm
29. September 2008

Ideenwettbewerb für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof beginnt

Hertha BSC bleibt jedoch draußen

Ideenwettbewerb für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof beginnt
Das Columbiaquartier im schwarzen Rahmen
© by Senatsverwaltung Stadtentwicklung Berlin
(ImmobilienScout24) Am 31. Oktober 2008 ist es soweit: Der Flugbetrieb im Flughafen Tempelhof wird endgültig eingestellt. Damit wird ein Areal mitten in Berlin frei, das fast zweimal so groß ist wie der Tiergarten. Dazu kommt die Frage, was man mit dem Flughafengebäude macht, das mit einer Bruttogeschossfläche von 284.000 m² zu den größten Gebäuden der Welt zählt.

Eine einmalige Chance für eine Metropole wie Berlin und gleichzeitig eine Herausforderung in Krisenzeiten. Die Stadt setzt dabei auf Ideen von außen, statt hinter den Kulissen eine Nachnutzung einfach zu beschließen. So startet am heutigen Montag ein „Call for ideas“ für das riesige Flughafengebäude Tempelhof. Jedermann kann seine Idee zur Nutzung über das Internet einbringen, dafür wurde eigens eine Webseite angelegt.

Für das Tempelhofer Feld selbst schlägt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher dem Senat die Durchführung einer Internationalen Bauaustellung (IBA) vor. Ökologisches Bauen, Zukunftstechnologien und neue Formen des Zusammenlebens sollen im neuen Stadtgebiet verwirklicht werden. Dabei sollen ca. 5.000 neue Wohnungen entstehen, die das Areal an die angrenzenden Stadtteile anbinden und diese aufwerten sollen. Start der IBA soll 2010 sein und das Ende ist für 2020 angesetzt.

Ebenfalls bereits ab heute werden im Norden des Areals Nägel mit Köpfen gemacht. In dem als „Columbia-Quartier“ bezeichneten Teil des Flughafenbereiches startet ein internationaler städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb der Senatsverwaltung, bei dem Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten teilnehmen können. Auch hier stellt die Vernetzung des Gebietes mit den angrenzenden Stadtquartieren und Landschaftsräumen einen wichtigen Schwerpunkt dar.
Interessierten stehen die Unterlagen zum Wettbewerb ab sofort auf dem Internetauftritt der Berliner Stadtentwicklung zur Verfügung.
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