Die Autoren Gabriele Neimke und Marco Erlenbeck
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(ImmobilienScout24) Klimawandel, Ressourcenverbrauch, steigende Energiepreise: nur wer Augen und Ohren konstant geschlossen hält, kann ignorieren, dass die Menschheit auf zu großem Fuß lebt, wie das der aktuelle "Living Planet Report" des WWF gerade wieder deutlich macht.
Doch selbst wer sich nicht als Öko-Kämpfer sieht, spürt die Problematik am eigenen Geldbeutel, wenn die Gas- oder Nebenkostenabrechnung kommt. Und hier setzt das im
Humboldt-Verlag erschienene Sachbuch "Ökologisch wohnen, bauen und sanieren" von Gabriele Neimke und Marco Erlenbeck an. Auf rund 180 Seiten gibt der Ratgeber in einer verständlichen Sprache viele Antworten auf aktuelle Fragen rund um das Thema Energie sparen im Wohnbereich.
In einem aufgeräumten Layout und mit vielen Bildern illustriert, war es die Absicht der beiden Autoren, jeden Wohnenden anzusprechen, vom Bauherrn über den Hauseigentümer bis zum Mieter.
Eines der zentralen Themen des Buches ist die Heizung. Hier liegt ein großes Sparpotenzial. Alternative Heizungsarten werden behandelt, beispielsweise die Pelletheizungen. Dabei beschäftigt sich das Buch erfreulicherweise nicht nur mit den zahlreichen und plakativen Vorteilen einer solchen Heizungsform, sondern verschweigt auch eventuelle Nachteile nicht. In Specials wird daher auf Themen wie Feinstaubbelastungen bei Holzheizungen eingegangen.
Erfrischend kritisch gehen die Autoren auch auf den Einsatz der derzeit so modernen Wärmepumpen ein.
Die Dämmung eines Gebäudes stellt einen weiteren Hauptteil dar, da hier ebenfalls großes Einsparpotenzial zu finden ist. Checklisten zum Ende von thematischen Blöcken machen das kompakte Buch zu einem praktischen Begleiter.
Auch der Einsatz von Solarenergie wird ausführlich und klar behandelt, allerdings hat sich mir nicht ganz erschlossen, warum die Kapitel „Stand-by muss nicht sein“ und das Special zu Energiesparlampen unter dieses Thema gesetzt wurden.
Besonders positiv fällt auf, dass die Autoren sich mit der praktischen Umsetzung von Energiesparmaßnahmen intensiv auseinandergesetzt haben. So zielen ihre Ratschläge vor allem auf die größtmöglichen Einsparpotenziale ab, ohne aus den Augen zu verlieren, dass die finanziellen Mittel eines Immobilienbesitzers häufig begrenzt sind. Es gibt klare Tipps, in welcher Reihenfolge man die Modernisierungsmaßnahmen vornehmen soll, um mit dem vorhandenen Kapital möglichst viel zu erreichen.
Der Ratgeber fügt ein Kapitel über die verfügbaren staatlichen Förderungen an, erläutert die teilweise schwer verständlichen Gesetze, bindet ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen ein und endet mit einem nützlichen Adressverzeichnis für weiterführende Informationen.
Unser Gesamteindruck: Das Buch erscheint rund, verständlich, einleuchtend, und umfassend. Weniger geeignet scheint es uns für Mieter, da diese doch relativ wenig Einfluss auf Dämm- und Heizungsmodernisierungen haben und für Tipps wie Stand-by-Vermeiden, Energiesparlampen und effiziente Haushaltsgeräte reicht vielleicht auch eine Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
Jedoch ist es ein ideales Nachschlagewerk für Hausbesitzer und auch für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Immobilie zu erwerben.
Das Buch kostet 14,90 Euro und ist im Humboldt-Verlag erschienen.