Autor: Andreas Böhm
08. Mai 2009
Nicht gerade hanseatisch zurückhaltend: Die Mietpreise in den Toplagen von Hamburg
Mietpreise in Hamburg
© by ImmobilienScout24
Berlin, 08.05.2009 – Hamburg ist die Perle des Nordens. Jährlich wächst die zweitgrößte deutsche Stadt durch stetigen Zuzug weiter.
ImmobilienScout24, das größte deutsche Immobilienportal, hat auf Basis der monatlich inserierten Immobilienanzeigen einen Überblick über die durchschnittlichen Mietpreise in den Hamburger Stadtteilen erstellt. Die Berechnung berücksichtigt alle Immobilien, die in der Region Hamburg über www.immobilienscout24.de angeboten wurden.
In Hamburg wird derzeit überall gebaut, ehemalige Industriegebiete werden in Wohngebiete verwandelt und neue Wohngebiete wie die spektakuläre Hafencity geschaffen. Dies ist vor allem in der Innenstadt notwendig, da der Trend zum stadtnahen Wohnen weiter anhält und viele Bürger von den umliegenden Stadtteilen wieder näher ans Zentrum ziehen wollen.
Das wertet einige Stadtteile auf, die vielleicht bislang nicht den besten Ruf besaßen. Deutlich wird dies in der aktuellen ImmobilienScout24-Untersuchung am Beispiel von St. Georg. Durch die Nähe zum Hauptbahnhof und den damit verbundenen Problemen wurde lange Zeit die hanseatische Nase über diesen Stadtteil gerümpft. Heute hat man das Potenzial erkannt. Multi-Kulti ist in und St. Georg wird schick. Dies äußert sich in den Mietpreisen, derzeit werden durchschnittlich 11,10 Euro pro Quadratmeter verlangt. Etwas weiter nördlich an der Außenalster entlang, im traditionell hervorragenden Standort Uhlenhorst, ist der Preis nicht mehr viel höher und liegt im Schnitt bei 11,30 Euro.
Auf dem gegenüberliegenden Ufer liegt der vielleicht luxuriöseste Teil der Freien Hansestadt. In den Stadtteilen Harvestehude liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 12,50 Euro pro Quadratmeter, und in Rotherbaum kratzt er sogar an 13 Euro, dem höchsten Preis im Stadtvergleich.
Die Elbvororte stehen der Toplage an der Außenalster nur wenig nach. Im Dunstkreis des Defilees exquisiter Villen an der Elbchaussee haben auch Mietwohnungen ihren Preis. Im Inbegriff des gehobenen hanseatischen Bürgertums, nämlich Blankenese, zahlt man derzeit 12,10 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter, ebenso in Nienstedten. Etwas weiter in Richtung Stadtzentrum, in Othmarschen, werden 11,60 Euro verlangt, in Ottensen 10,60 Euro.
Wer auf der Suche nach einer günstigen Wohnung ist, muss südlich der Elbe suchen. So liegt die Durchschnittsmiete in Wilhelmsburg derzeit bei 6,40 Euro, noch günstiger sind nur noch Steilshoop mit 6,10 Euro und Neuenfelde mit 5,90 Euro.
Demjenigen, der schnell eine Wohnung sucht, seien Rahlstedt im Osten oder Winterhude empfohlen, denn hier finden sich derzeit die meisten freien Objekte. Dabei muss man in der Randlage Rahlstedt mit Mieten um 7,40 Euro rechnen, im zentraleren Winterhude schon mit 10,30 Euro.
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