Autor: Andreas Gandzior
08. März 2010
Schornsteinfeger-Innungen warnen vor der Nutzung von Ethanol-Kaminen
Bei falscher Nutzung droht Lebensgefahr
Berlin. Als Experten für den Brandschutz weisen die Berliner Schornsteinfeger ausdrücklich auf die richtige Nutzung von Ethanol-Kaminen und Ethanol-Feuern hin. Diese immer beliebter gewordenen Kamine ohne Schornstein können bei falscher Handhabung zu einer lebensgefährlichen oder gar tödlichen Gefahrenquelle werden.
„Beim Verbrennen von Ethanol entsteht Kohlenstoffdioxid und Wasser. In hoher Konzentration kann Kohlenstoffdioxid gesundheitsschädigend sein“, sagt Reiner Raeder, technischer Landesinnungswart. „Daher muss bei der Nutzung eines Ethanol-Kamins immer ausreichend gelüftet werden, was natürlich den ohnehin schon sehr geringen Heizeffekt zunichte macht.“
Ethanol ist ein Brennstoff der bei Temperaturen von mehr als 21 Grad Celsius zusammen mit Luft ein leicht entzündliches, sogar explosionsfähiges Gemisch bildet. „Ethanol darf niemals nachgefüllt werden während der Kamin brennt oder noch heiß ist“, sagt Raeder.
Ein Ethanol-Kamin ist keine Alternative zu einem Kamin oder Kaminofen, und kann keine Heizung ersetzen. Hier erwecken die Angaben einiger Anbieter in ihrer Werbung einen völlig falschen Eindruck.
„Wer sich für den Kauf einer dieser Deko-Kamine entschieden hat, sollte auf jeden Fall auf die Sicherheitsprüfung achten, sich vor dem Kauf genau informieren und sich das Gerät vorführen und Sicherheitshinweise geben lassen“, rät Raeder.
Für weiterführende Fragen zu den Themen Brandschutz und Sicherheit sowie der richtigen Nutzung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Schornsteinfeger-Innung in Berlin
Westfälische Straße 87
10709 Berlin