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Autor: Marcus Drost
14. Februar 2012

Studie zeigt: Jeder vierte deutsche Privatverkäufer schätzt den Wert seiner Immobilie zu hoch ein

Transparenzoffensive der Immobilienwirtschaft

Studie zeigt: Jeder vierte deutsche Privatverkäufer schätzt den Wert seiner Immobilie zu hoch ein
 
Berlin, 13. Februar 2012 – Private Verkäufer von Immobilien  haben nach eigener Einschätzung nur geringe Kenntnisse des Immobilienmarktes. Beim Verkauf der Immobilie ist der geforderte Wert der Besitzer deshalb oft zu hoch. Das zeigt eine aktuelle Studie zu den Erwartungen von Immobilienmarktakteuren in Deutschland, die im Rahmen der Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft von der TU Kaiserslautern in Kooperation mit ImmobilienScout24 durchgeführt wurde.

Die Studie des Fachgebiets Immobilienökonomie der TU Kaiserslautern untersucht die subjektiven Erwartungen von Maklern und Privatanbietern beim Verkauf einer Immobilie. Insgesamt wurden 413 Personen befragt (325 gewerbliche Anbieter und 88 private Anbieter). Ein zentrales Ergebnis: Jeder vierte Privatanbieter schätzt den Wert seiner Immobilie deutlich zu hoch ein.    „Die befragten Makler haben die Erfahrung gemacht, dass rund ein Viertel der Verkäufer überzogene Erwartungen an den Kaufpreis stellt. Damit wird die Vermarktung spürbar erschwert. Dieses Ergebnis wird durch die Aussagen der Privatanbieter indirekt bestätigt, da jeder vierte angibt, dass Käufer deutlich weniger als den geforderten Angebotspreis zahlen möchten“, erläutert  Michael Dinkel, Doktorand am Fachgebiet Immobilienökonomie der TU Kaiserslautern, an dem die Studie initiiert wurde.   

Verkauf trotz mangelnder Marktkenntnisse

Besonders alarmierend: Die überwiegende Mehrheit der Privatverkäufer (75 Prozent) sagt ganz offen, dass sie keine oder nur mäßige Kenntnisse des Immobilienmarktes hat. „Vor dem Hintergrund, dass eine Immobilie in der Regel der größte Vermögensgegenstand in einem Privathaushalt ist, stellt sich die Frage, weshalb schlecht informierte Privatpersonen keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen“, so Dinkel weiter. Gründe hierfür seien möglichweise mangelndes Vertrauen oder schlechte Erfahrungen mit Maklern.    

Für die Studie zu den Erwartungen von Immobilienanbietern wählte ImmobilienScout24 im Auftrag der TU Kaiserslautern zufällig 1.724 aktuelle Immobilienangebote aus. Weitere Informationen zu Studie und anderen Projekten der Transparenzoffensive gibt es im Internet unter www.transparenzoffensive.net.
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Marcus Drost
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Über die Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft Die Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft ist eine Initiative, um mehr und bessere Informationen für die Immobilienwirtschaft zu generieren und zentral für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen. Die Zielsetzung ist, durch mehr Informationen die Entscheidungsgrundlagen aller Marktteilnehmer zu verbessern. Die Transparenzoffensive ist nötig, da über keinen anderen Wirtschaftszweig so wenig verlässliche Informationen existieren, wie über die Immobilienwirtschaft. Andererseits ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche enorm. Die „Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft“ ist von ImmobilienScout24, Deutschlands führendem Immobilienportal, ins Leben gerufen worden. Gründungsmitglieder der Transparenzoffensive sind unter anderem der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (ZIA), das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), die Deutsche Energie Agentur (dena), der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschland (VÖB) und die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS). Weitere Informationen unter www.transparenzoffensive.net.           

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